Immer neue Kurse, immer neue Abschlüsse: Weiterbildung boomt. Wer beruflich relevant bleiben will, muss sich laufend weiterentwickeln. Studien zeigen, dass lebenslanges Lernen zunehmend zum entscheidenden Faktor für den beruflichen Erfolg wird (World Economic Forum, 2025; OECD, 2025).
Gleichzeitig wächst der Druck auf Arbeitgebende und Arbeitnehmende: Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel und neue Jobprofile verändern die Anforderungen rasant – und mit ihnen den Bedarf nach gezielten Qualifikationen.
Doch wie entsteht aus einem konkreten Marktbedürfnis ein Studiengang, der den Nerv der Zeit trifft? Darüber haben wir mit Bildungsexperte Valerio Stallone gesprochen. Er erklärt im Interview, wie sich Weiterbildungen konsequent am Bedarf von Wirtschaft und Arbeitsmarkt orientieren – und welche Rolle Nachfrage, Praxisnähe und Geschwindigkeit dabei spielen.
Von der Idee bis zur Umsetzung: Wie ein Studiengang ensteht
Herr Stallone, Sie leiten das Departement Marketing & Digital an der HWZ. Wofür sind Sie in dieser Rolle konkret verantwortlich?
Ich verantworte unter anderem die Entwicklung und Weiterentwicklung unserer Weiterbildungsangebote. Das umfasst die inhaltliche Konzeption, die Abstimmung mit dem Markt sowie die Sicherstellung der Qualität.
Was meinen Sie mit Qualität?
Qualität bedeutet für uns vor allem Relevanz und Anwendbarkeit. Unsere Weiterbildungen müssen sich konsequent am Bedarf des Marktes orientieren und den Teilnehmenden Kompetenzen vermitteln, die sie direkt im Berufsalltag einsetzen können. Gleichzeitig achten wir auf eine ausgewogene Verbindung von wissenschaftlicher Fundierung und praktischer Erfahrung – etwa durch die Auswahl unserer Dozierenden und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Inhalte.
Die HWZ bietet eine grosse Bandbreite an CAS-Programmen an. Was macht dieses Format besonders attraktiv?
CAS-Studiengänge sind bewusst kompakt und praxisnah aufgebaut. Sie ermöglichen es Berufstätigen, sich in relativ kurzer Zeit gezielt weiterzubilden und konkrete Zusatzqualifikationen zu erwerben. Gleichzeitig sind sie modular aufgebaut – das heisst, Teilnehmende können ihre Weiterbildung individuell gestalten und auf ihre Karriereziele abstimmen.

Weiterbildung als strategischer Erfolgsfaktor
Der Arbeitsmarkt verändert sich rasant – und mit ihm die Anforderungen an Fach- und Führungskräfte. Wer langfristig relevant bleiben will, kommt an gezielter Weiterbildung kaum vorbei. Entscheidend ist dabei nicht die Menge an Abschlüssen, sondern deren Qualität und Passung zum eigenen Karriereweg.
CAS steht für Certificate of Advanced Studies und bezeichnet kompakte, berufsbegleitende Weiterbildungen mit klarem Fokus auf spezifische Themen. Der Vorteil: CAS-Programme sind modular aufgebaut und lassen sich schrittweise zu weiterführenden Abschlüssen wie einem MAS (Master of Advanced Studies) kombinieren. So entsteht eine flexible Weiterbildung, die sich individuell an Karriereziele und Lebenssituation anpassen lässt.
Dieses Interview erschien in abgeänderter Form als Erstpublikation in der Beilage Bildung im Tages-Anzeiger vom 25. Februar 2026. Autorin: Marianne Rupp.















